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über den es sich zu schreiben lohnen würde? Mailen Sie mir! |
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| Yesterday |
Original: The Beatles Jahr: 1965 |
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| Im Jahr 1965 waren die Beatles noch nicht sehr weit in ihrer musikalischen Entwicklung gekommen. Die
Songs auf der LP "Help!" präsentierten sich im für die frühen Beatles typischen Beat-Sound:
hartes Schlagzeug, zwei Gitarren, E-Bass und mehrstimmiger Gesang. Umso erstaunlicher ist die Realisation von
"Yesterday" ausgefallen. Auch zur Entstehung kann einiges Interessantes gesagt werden. Doch der Reihe nach. |
| Das Songschreiben geschah bei den Beatles in den meisten Fällen in einer Art Teamarbeit
zwischen Paul McCartney und John Lennon. Auch bei "Yesterday" findet sich in den Noten die Angabe: Words and
Music by John Lennon and Paul McCartney. Tatsache ist jedoch, dass das Stück von Paul McCartney alleine
komponiert wurde. Er äußert sich zur Entstehung folgendermaßen: |
| "Ich wachte eines Morgens auf mit einer Melodie in meinem Kopf und dachte mir: "Hey, ich kenne diese
Melodie nicht, oder?" Es klang wie eine Jazzmelodie. Mein Vater kannte eine Menge alter Jazzstücke, also
dachte ich, vielleicht erinnere ich mich von früher daran. Ich ging zum Klavier und fand die richtigen
Akkorde: G-Dur, Fis-Septakkord, H-Dur. Ich ging damit zu all meinen Freunden und fragte sie, ob sie wüssten,
was das sei. "Kennst du das? Das ist eine kleine Melodie, aber ich kann sie nicht selbst geschrieben haben, weil ich sie
geträumt habe.""(1) |
| Paul konnte das Gefühl nicht loswerden, irgendwoher inspiriert worden zu sein, konnte aber
trotz aller Versuche nicht herausfinden woher und akzeptierte schließlich seine Urheberschaft. Auf
seiner genialen Seite www.beathoven.com weist Ian Hammond nach, dass das
Vorbild "Georgia" von Hoagy Carmichael in der Version von Ray Charles sein
muss. Vor allem die Harmonien stimmen fast zu 100% überein und die ganze Beweiskette ist schlüssig.
Für nähere Informationen siehe
http://www.geocities.com/~hammodotcom/beathoven/oldsweetsongs.htm. |
| Neben der vergeblichen Suche nach der Inspirationsquelle war auch die Suche nach einem passenden
Text schwierig. Zuerst hieß das Stück "scrambled eggs" - zu deutsch "Rühreier". John Lennon sagt,
dass er fast schon traurig war, als der endgültige Titel gefunden war, denn das Rührei war schon
zum Running Gag geworden. |
| Zur Zeit der Entstehung von "Help!" arbeiteten die Beatles schon mit ihrem Produzenten George
Martin zusammen, einen ausgebildeten Musiker, der die Ideen der Beatles im Studio praktisch umsetzte und sich
mit ihnen in den folgenden Jahren ideal ergänzen sollte. Er war es auch, der vorschlug, "Yesterday" nicht in
der üblichen Besetzung zu produzieren, sondern ein Streichquartett zu engagieren. |
| "Paul ging runter ins Studio, setzte sich mit seiner Akustikgitarre auf einen hohen Stuhl und
spielte "Yesterday". Das war die Masteraufnahme. Dann sagte ich: "Okay, was machen wir damit? Wie wär's
mit einer kleine Gruppe von Streichern, einem Quartett?" Das fand er interessant, und dann arbeitete ich mit ihm
daran und machte Vorschläge für die Partitur. Er hatte auch eigene Einfälle. Dann buchten wir
ein Streichquartett, legten die Streicher drüber - und fertig war die Platte." |
| Es war also außer Paul McCartney kein anderer Beatle an der Aufnahme beteiligt. Trotzdem
waren sich alle einig, die Aufnahme nicht als Soloplatte von Paul herauszubringen. Man hatte mit dem Song
zuerst ganz andere Probleme, wie Paul herauslässt: |
| "Wir brachten "Yesterday" in England gar nicht als Single heraus, weil wir uns ein wenig
schämten - schließlich waren wir eine Rock'n'Roll-Band."
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| Eine nette Anekdote liefert uns noch John Lennon. |
| "Ich saß mal in einem Restaurant in Spanien, und der Geiger bestand darauf, mir "Yesterday"
direkt ins Ohr zu spielen. Dann bat er mich, seine Violine zu signieren und ich unterschrieb darauf. Eines
Tages wird er herausfinden, dass Paul "Yesterday" geschrieben hat. Aber ich schätze, er hätte schlecht
von Tisch zu Tisch gehen können und "I am the walrus" spielen können." |
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| (1) Alle Zitate auf dieser Seite sind der Beatles Anthology, Ullstein München, 2000 entnommen. |
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