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Kurz gefasst: |
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Klassik in Popsongs
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Klassische Stücke als Grundlage für Popsongs |
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Literatur in Popsongs
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Popsongs mit literarischen Anspielungen oder Inhalten. |
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Gastmusiker |
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Wer singt oder spielt im Hintergrund? |
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über den es sich zu schreiben lohnen würde? Mailen Sie mir! |
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| Strawberry Fields Forever |
Interpreten: The Beatles Jahr: 1966 |
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| "Strawberry Fields Forever" ist in mehrfacher Hinsicht ein besonderer Titel, vor allem aber
im Hinblick auf die verwendeten Instrumente und die Aufnahmetechnik. |
| Entstehung |
| Doch zuerst ein paar Informationen zum Song selbst. John Lennon schrieb ihn, und
zwar während eines Spanienaufenthalts für Dreharbeiten zum Film "How I won the war".
"Strawberry Fields Forever" hat aber überhaupt nichts mit Spanien zu tun.
Strawberry Field (ohne das Plural -s, das von John stammt) war ein altes viktorianisches
Gebäude, in einem großen Park gelegen, das als Waisenhaus der Heilsarmee diente.
Es lag in Liverpool nicht weit von Johns Zuhause und das Gelände war ein Zufluchtsort
für ihn, als er noch jung war. Das Gebäude existiert heute leider nicht mehr, nur noch
einer der Torposten der Einfahrt. |
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| Mellotron |
| Zwei der auf "Strawberry Fields Forever" verwendeten Instrumente sind sehr ungewöhnlich.
Hört man sich das instrumentale Intro an, hört man einen Flötensatz, der aber
nicht von Flöten eingespielt wurde. Benutzt wurde ein Mellotron, ein Instrument, das damals
eine völlige Neuentwicklung war. Es war ein Vorläufer der
heutigen Synthesizer, bei dem die Töne allerdings nicht elektronisch erzeugt wurden.
Beim Mellotron wurde durch den Tastendruck ein im Instrument befindliches Tonband gestartet, dessen
Klang zu hören war. Für jede Taste des Mellotrons befand sich ein Tonband im Innern des
Geräts, das bis zu 20 Sekunden laufen konnte und dann in die Ausgangsposition zurückschnappte.
Die Tonbänder waren schon ab Werk bespielt und es waren drei verschiedene Sounds verfügbar,
darunter auch der auf "Strawberry Fields Forever" hörbare Flötensound. Per Drehschalter konnte
zwischen den drei Sounds umgeschaltet werden. |
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| Die Beatles waren von dem Instrument, das von einer britischen Firma produziert wurde,
so begeistert, dass sich jeder der vier ein Instrument kaufte. In der "Beatles Anthology", die
inzwischen auf DVD erhältlich ist, demonstriert Paul McCartney auf seinem Mellotron
(ein Nachfolgemodell des bei "Strawberry Fields Forever" benutzten) das Intro
eben zu "Strawberry Fields Forever". 1966 hingen es die Beatles und ihr Produzent George Martin allerdings
nicht an
die große Glocke, dass sie ein Mellotron eingesetzt hatten. Da das Mellotron (das im
Übrigen auch rhythmische Presets besaß) ganze Bands oder Orchester imitieren konnte, befürchtete
die britische Musikergewerkschaft eine zunehmende Beschäftigungslosigkeit von Musikern und
wandte sich gegen den Einsatz des Mellotrons. |
| Dass dies unbegründet war, zeigte dann die
praktische Erfahrung mit dem Gerät. Verschiedene Rockgruppen Anfang der Siebziger wie
zum Beispiel Led Zeppelin benutzten
das Mellotron auch für Liveauftritte und beklagten sich bald bitter über die mangelnde
Zuverlässigkeit der Instrumente. Schon kleinste Stromschwankungen beeinträchtigten den
Gleichlauf und somit die Intonation. Dabei waren die Musiker oft schon froh, wenn
das Mellotron überhaupt Töne von sich gab. |
| Surmandal |
| Das zweite ungewöhnliche Instrument spielt nur wenige Töne, und zwar am
Übergang jeweils vom Refrain zur nächsten Strophe. Es hat seinen Ursprung in Indien und klingt
ein wenig wie eine Zither. Sein Name ist Surmandal (im Englischen oftmals auch "swordmandel"
genannt) und gehört zu den harfenähnlichen Instrumenten. |
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| Seit ihren Indienaufenthalten
verwendeten die Beatles immer wieder indische Instrumente in ihren Titeln (z.B. bei "Norwegian
Wood"). |
| Studiotechnik |
| Gegenstand von genauer Analyse ist immer wieder die technische Realisation von
"Strawberry Fields Forever".
Seit die Beatles beschlossen hatten, nicht mehr live aufzutreten, entstanden ihre Songs unter
zum Teil völliger Ausnutzung der damals vorhandenen modernsten Studiotechnik. Die Aufnahmen,
die im Studio entstanden, wurden anschließend noch sehr stark bearbeitet, mit Overdubs und
Effekten versehen. Bänder wurden in verschiedenen Geschwindigkeit abgespielt, oder
rückwärts, und das alles zu einem Mix zusammengestellt. |
| Die Beatles nahmen "Strawberry Fields Forever" im Studio viele Male auf, und experimentierten
dabei. Es kam aber anscheinend keine in allen Belangen überzeugende Aufnahme dabei heraus,
so dass man sich entschloss, zwei verschiedene Aufnahmen ("Takes") zusammenzufügen. Nun gab
es aber das Problem, dass der zweite ausgesuchte Take (Take 26) schneller und einen Halbton
höher eingespielt war als der vorgesehene erste.
Take 26 musste nun nachträglich im Tempo verlangsamt werden, was auch die Tonhöhe
herabsetzt, so dass die Schnittstelle möglichst unhörbar ist. Diese Schnittstelle
befindet sich im Song genau nach einer Minute. Davor wurden noch 5 Sekunden eingeklebt, die aus
Take 7 stammen. Der Anfang des Songs ist auch Take 7 entnommen. |
| Dieses Zusammenführen wäre heuzutage im Studio kein großes Problem,
damals allerdings war es eine technische Meisterleistung, für die George Martin verantwortlich war. |
| Links |
| Eine äußerst detaillierte Beschreibung von Aufnahme- und vor allem
Bearbeitungsprozess von Strawberry Fields Forever findet sich auf der von Joseph Brennan geschriebenen Seite
Strawberry Fields Forever: Putting Together the Pieces. |
| Vielfältige Informationen zum Einsatz des Mellotrons in der Pop- und Rockmusik
hat Andy Thompson auf seiner
Mellotron-Seite zusammengestellt. |
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