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Kurz gefasst: |
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Klassik in Popsongs
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Klassische Stücke als Grundlage für Popsongs |
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Literatur in Popsongs
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Popsongs mit literarischen Anspielungen oder Inhalten. |
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Gastmusiker |
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Wer singt oder spielt im Hintergrund? |
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Kennen oder vermissen Sie einen bekannten Song auf diesen Seiten, der ähnlich wie die anderen eine interessante Geschichte besitzt und
über den es sich zu schreiben lohnen würde? Mailen Sie mir! |
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| Radio Ga Ga |
Interpret: Queen Jahr: 1984 |
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| Wir leben in einer technisierten Welt. Computer, Internet, mp3, DVD, e-Books, e-Mail,
Online-Banking - immer wenn eine neue Technologie angekündigt wird, wird schon der Abgesang auf die alte angestimmt.
Das e-Book war bisher nicht das Ende des gedruckten Buches. Das verkauft sich immer noch und wird so
schnell auch nicht aussterben. Das mp3-Format und die CD könnten gut nebeneinander existieren und sich
gegenseitig ergänzen, auch wenn
die Plattenindustrie mangels eigener Vermarktungskonzepte die mp3 als Gegner betrachtet, und statt legale, erschwingliche
Downloadmöglichkeiten anzubieten nur die illegalen bekämpft. |
| Die Angst vor MTV |
| Wahrscheinlich war das Erscheinen des Senders MTV in den frühen 80ern ein ähnliches Ereignis.
Das Musikvideo und das Fernsehen als Übermittlungsmedium schien die Existenz des Mediums Radio ziemlich
direkt zu bedrohen. Dabei war das Radio ein lieb gewordener Begleiter geworden, den man nicht so einfach aufgab. Trotzdem
gibt es einige Songs aus den 80er Jahren, die sich mit der Furcht der Ablösung des Radios durch Fernseh-Musiksender
(personifiziert durch MTV) beschäftigen. Dazu gehören neben "Video Killed The Radio Star" von den
Buggles auch "Radio Ga Ga" von Queen. |
| Kritik an Musikvideos |
| Im Songtext von "Radio Ga Ga" wird die zunehmende Hinwendung zum Musikvideo, und damit verbunden die
stärker werdende Fixierung auf das optische Element und die Reduzierung der Musik auf
eine im Hintergrund verlaufende Geräuschebene kritisiert. Deutlich wird dies an Zeilen wie den folgenden, an das Radio gerichteten:
"So don't become some background noise, a backdrop for the girls and boys." oder "We watch the shows - we watch the stars on videos for
hours and hours. We hardly need to use our ears, how music changes through the years."
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| Tatsächlich ist es heute so, dass ein Song ohne ein gut produziertes
Video keine Chance mehr hat, oder sogar oftmals die Qualität des Videos wichtiger ist als der Song. Dazu passt, dass
beim Casten von neuen Popsternchen in den letzten Jahren oftmals mehr Aufmerksamkeit auf das Äußere gelegt wurde, als auf
Gesangstalent. In dieser Hinsicht scheint ja gerade ein Umdenken stattzufinden. |
| Queen hat interessanterweise zu "Radio Ga Ga" ein ziemlich aufwendiges Musikvideo produziert. Inkonsequent?
Paradox? Vielleicht. Vielleicht auch ein Hinweis darauf, dass sich ein guter Song und ein gutes Video durchaus auch
ergänzen können. |
| Wer den Liedtext aufmerksam verfolgt fragt sich vielleicht, was mit der Zeile "Through Wars of Worlds -
invaded by Mars" gemeint ist. Dies bezieht sich auf ein Ereignis, das 1938 in den USA geschah und weltweit für
Aufregung sorgte. |
| H. G. Wells: Krieg der Welten |
| Im Jahr 1938 arbeitete der amerikanische Regisseur und Schauspieler Orson Welles den 1898 von dem
britischen Science Fiction-Autor H. G. Wells geschriebenen satirischen
Roman "War of the Worlds" ("Krieg der Welten") zu einem Hörspiel um. In dem Roman geht es um die Invasion von
Marsbewohnern, die große Teile der Welt zerstören, bevor sie von Bakterien gestoppt werden. |
| Als der amerikanische Radiosender CBS das Hörspiel sendete, dessen Handlung nach New Jersey
verlegt worden war, nahmen die Menschen am Radio die Vorkommnisse für bare Münze, obwohl am Anfang und in
der Mitte des
Hörspiels auf den fiktiven Charakter hingewiesen wurde. Das Resultat war eine Massenpanik und Massenflucht aus den
angeblich betroffenen Regionen, die nur mit Mühe eingedämmt werden konnte. |
| Wie es zu diesen panischen Reaktionen kommen konnte ist bis heute Gegenstand von Untersuchungen und Diskussionen.
Verantwortlich war zum einen der dokumentarische Charakter des Hörspiels, der eine reale Berichterstattung
mehr als treffend imitierte. Es zeigt sich hier aber auch die einzigartige Stellung des Radios, die neben der
Zeitung die einzige
aktuelle Informationsquelle für die Menschen darstellte. Man sieht auch welche Faszination das Medium Radio damals in der
Abwesenheit des Fernsehens besaß. |
| Links |
| Auf der Seite des Mercury Theatre on the Air können Sie
das Hörspiel als Real Audio oder als mp3 anhören oder downloaden. Das Script dazu zum Mitlesen gibt es auch im Internet: unter
The War of the Worlds Script - Orson Welles and the Mercury
Theatre on the Air. |
| Einige Informationen auf deutsch zum Hörspiel und seinen Folgen |
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