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Kurz gefasst: |
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Klassik in Popsongs
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Klassische Stücke als Grundlage für Popsongs |
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Literatur in Popsongs
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Popsongs mit literarischen Anspielungen oder Inhalten. |
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Gastmusiker |
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Wer singt oder spielt im Hintergrund? |
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über den es sich zu schreiben lohnen würde? Mailen Sie mir! |
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| Bohemian Rhapsody |
Interpret: Queen Jahr: 1975 |
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| Es war schon immer so und wird wohl auch so bleiben. Das Unerklärliche fasziniert, fordert heraus.
In dem Moment in dem es erklärt, gelöst wird, verliert es schlagartig seine Faszination und wird
uninteressant. Don McLean wusste, warum er seinen Liedtext zu "American Pie" nie erklärt hat. Auch Freddie
Mercury ließ sich nie zu mehr hinreißen als zu der Bemerkung, "Bohemian Rhapsody" sei "persönlich, über
Beziehungen". Er wusste warum. Bis heute zerbrechen sich die Menschen den Kopf, und versuchen die Zeilen zu
interpretieren, mit Sinn zu füllen. Wahrscheinlich vergeblich, denn Freddie Mercury kann zur Aufklärung
bekanntlich ja nichts mehr beitragen. Und würde wohl auch nicht, wenn er noch lebte. Es sei denn, die
restlichen Queen-Musiker brechen ihr Schweigen...
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| Dabei fasziniert das Musikalische genauso an "Bohemian Rhapsody", denn vor allem der Mittelteil der sechsminütigen
Aufnahme ist in seiner musikalischen Gestaltung in der Pop- oder Rockmusik einzigartig. Als operettenhaft, opernhaft wird er oft bezeichnet, was
ja angesichts des LP-Titels "A Night at the Opera" nicht so abwegig ist. Doch befassen wir uns zuerst mit der
Entstehung. |
| Entstehung |
| Im Sommer 1975 nehmen die Musiker von Queen und ihr Produzent Roy Thomas Baker "Bohemian Rhapsody"
im Studio auf. Der schon angesprochene Mittelteil, der anfangs nur als kurzes Intermezzo geplant war, nimmt eine
Art Eigendynamik an, die ihn immer umfangreicher werden lässt. Am Ende nehmen die Aufnahmesessions für
den Mittelteil eine Woche, die für das ganze Stück drei Wochen in Anspruch. Heraus kommt ein Werk, das
mit fast sechs Minuten Länge deutlich die zeitliche Limitierung damaliger Singleauskopplungen sprengt. Dass
der Titel doch als Single erscheint, ist nur einem DJ zu verdanken, der die Single vorab erhielt und innerhalb
von ein paar Tagen so oft spielte, dass die Plattenfirma sich vor Anfragen nicht mehr retten konnte. |
| Aufnahmetechnik |
| Wie genau die Vokalparts des Mittelteils aufgenommen wurden, ist auch heute noch zum großen
Teil Spekulation. Fest steht nur, dass hier mit großangelegtem Overdubbing gearbeitet wurde. Das heißt,
dass die gleiche Stelle immer und immer wieder mit einer neuen Spur verdoppelt wurde. Man spricht dabei von bis
zu 180 Overdubs! Eine musikalische wie technische Meisterleistung. Die Frage, wer die ganzen Overdubs eingespielt,
beziehungsweise gesungen hat, ist auch nicht geklärt. Während zu lesen ist, Freddie Mercury hätte
alles im Alleingang eingesungen, gibt es immer wieder Stimmen, die sagen, nur Roger Taylor hätte die Stimme, um die
hohen Falsetttöne zu singen. |
| Interpretation |
| Was aber soll das Ganze jetzt nun bedeuten? O-Ton Freddie Mercury: "It's one of those songs which has
such a fantasy feel about it. I think that people should just listen to it, think about it and then make up
their own minds as to what it says to them". Genau das kann man nachlesen unter
http://www.songmeanings.net/lyric.php?lid=3187 und man staunt über die Auslegbarkeit von Worten. |
Durch solide Lexikonarbeit kommt man auch zu Ergebnissen, und zwar zu folgenden:
- Beelzebub ist ein Wort für den Teufel.
- Bismillah heißt "im Namen Allahs". Es ist der Anfang des Korans.
- Fandango ist ein spanischer Volkstanz.
- Scaramouche ist ein prahlerischer Soldat, eine Gestalt aus der italienischen Commedia dell'arte.
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| Bringt uns das weiter? Auch nicht so richtig, denn der Sinn erschließt sich dadurch auch nicht.
Interessant ist dann doch noch eine Theorie, die besagt, dass der 1942 erschienene Roman "Der Fremde" von
Albert Camus erstaunliche Parallelen in der Handlung zum Text von "Bohemian Rhapsody" aufweist. Sollte Freddie
Mercury von diesem Werk inspiriert worden sein? Wir wissen es nicht. |
| Um wenigstens am Schluss noch einige gesicherte Fakten zu nennen: Freddie Mercury wurde 1946 in
Sansibar geboren, natürlich unter seinem richtigen Namen Farokh Bulsara. Über ein Internat in
Indien kam er 1963 nach London, wo er Kunst studierte, und seine Mitstudenten Roger Taylor, Brian May und John Deacon
traf, die alle zusammen 1971 zum ersten Mal als "Queen" auf der Bühne standen. 1991 starb
Freddie Mercury an AIDS. |
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