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Kurz gefasst: |
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Klassik in Popsongs
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Klassische Stücke als Grundlage für Popsongs |
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Literatur in Popsongs
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Popsongs mit literarischen Anspielungen oder Inhalten. |
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Gastmusiker |
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Wer singt oder spielt im Hintergrund? |
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über den es sich zu schreiben lohnen würde? Mailen Sie mir! |
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| Money for nothing |
Interpret: Dire Straits Jahr: 1985 |
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| Als im Juli 1995 der Vulkan Soufriere Hills nach rund 400 Jahren wieder ausbrach,
zerstörte er große Teile eines karibischen Inselparadieses. Von den damals rund 11.000
auf der kleinen, zu Großbritannien gehörenden Insel Montserrat lebenden Bewohnern mussten als Folge
des Vulkanausbruchs
ca. 8.000 die Insel verlassen. Der südliche Teil der Insel und die Hauptstadt Plymouth wurden
völlig zerstört. |
| Montserrat galt bis dahin als Geheimtipp unter den westindischen Inseln. Allerdings wurden
nicht nur Touristen von der Schönheit und Ruhe der Insel angezogen, auch Musiker wussten die spezielle
Atmosphäre der Insel zu schätzen. Der erste, der das erkannte, war der Produzent der Beatles,
George Martin, der 1979 die Air Studios auf der Insel gründete. Sie entwickelten sich schnell zu dem
Ort, wo die Größen der Rock- und Popmusik ihre Alben aufnahmen. Paul McCartney, Stevie Wonder,
the Police, Sting, the Rolling Stones, Elton John, Ultravox, Eric Clapton sind nur einige Namen aus der
langen Liste. |
| Auch die Dire Straits unter ihrem kreativen Kopf, Leadgitarristen und Leadsänger Mark
Knopfler wählten 1985 die Air Studios für die Aufnahme ihres wohl besten Albums "Brothers in Arms"
aus. Dort traf man während der Aufnahmesessions Sting, der sich zufällig auch auf Montserrat befand,
und man beschloss spontan, dass Sting sich an den Aufnahmen zum Song "Money for nothing" beteiligen solle. |
| Man hört Sting am Anfang und Schluss des Songs mit der kurzen, ein paar Mal wiederholten
Phrase "I want my MTV", die melodisch ein Zitat aus einem alten Sting-Song ist; aus "Don't stand so close to me",
den Sting noch mit seiner Band "The Police" aufgenommen hatte. Auch die Überstimme zum Refrain Mark
Knopflers wird von Sting gesungen. |
| Diese Textzeile, die den Song eröffnet, ist der Grund dafür, dass das Stück beim
Musiksender MTV eine Art Kultstauts erhalten hat. Der führte soweit, dass der erste ausgestrahlte Song
bei der Eröffnung der europäischen MTV-Depandance 1987 eben genau dieses "Money for nothing" war. |
| Dabei wird gerne übersehen, dass der Liedtext das Musikbusiness und die Vermarktung von
Popstars über MTV und ähnliche Kanäle kritisch sieht. Gesungen wird der Song aus der
Perspektive eines Elektrohändlers, der sich darüber beklagt, dass die von MTV hochgespülten
Stars Witzfiguren seien, die ihr Geld durch "Nichtstun" verdienen, während Leute wie er hart für
ihr Geld arbeiten müssen. |
| Mark Knopfler kam die Idee zu dem Song, als er in New York in einem Elektroladen stand, und
einen Verkäufer beobachtete, der sich über die im Hintergrund auf den vielen Fernsehern laufenden
Musikvideos ausließ. Er benutzte dabei Sätze, die von Knopfler gleich aufgeschrieben wurden, und sich
wörtlich im Lied wiederfinden. |
| "The lead character in "Money for Nothing" is a guy who works in the hardware department in a
telvision/custom kitchen/refrigerator/microwave appliance store. He's singing the song. I wrote the song when
I was actually in the store. I borrowed a bit of paper and started to write the song down in the store. I
wanted to use a lot of the language that the real guy actually used when I heard him, because it was more real.
It just went better with the song, it was more muscular. I actually used "little faggot," but there are a
couple of good "motherfuckers"in there." |
| Dass Knopfler den "motherfucker" nicht für den Song übernahm, mag im politisch so korrekten, und
prüden Amerika eine gute Idee gewesen sein. Aber auch der Begriff "faggot", eine abfällige
Bezeichnung für einen Schwulen, ruft die Sittenwächter immer wieder auf den Plan, zuletzt die GLAAD,
die "Allianz der Schwulen und Lesben gegen Diffamierung". Sie verlangte von einer Radiostation in Atlanta im
November 2002, nur noch eine zensierte Version ohne das Wort "faggot" zu spielen. Sie drohte mit rechtlichen
Schritten, worauf die Radiostation den Titel aus dem Programm nahm. |
| George Martin's Air Studios erlebten im Übrigen den Vulkanausbruch von 1995 nicht mehr. Sie
wurden schon 1989 nach dem Hurrikan Hugo aufgegeben und anschließend wieder in London eröffnet. |
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