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Lady in Black
Original: Uriah Heep
Jahr: 1971
Nur zwei Harmonien, beide auch von Hobbygitarristen problemlos spielbar, dazu ein Refrain sozusagen ohne Worte ("ah"), der sofort ins Ohr geht und auch noch drin bleibt - der garantierte Hit? Ja, denn Uriah Heeps "Lady in Black" gehört heute zu den unsterblichen Rocksongs, die fast jeder kennt und die auch in nächster Zukunft nichts von ihrem Bekanntheitsgrad verlieren dürften.
Der Erfolg diese Stücks dürfte allerdings nicht nur in der Tatsache der einfachen Spielbarkeit und Eingängigkeit liegen. Sicherlich spielt auch der etwas rätselhafte Liedtext, der Spielraum für Interpretation lässt, dazu bei.
Auf der Suche nach der Frage, wer die rätselhafte Lady in Black ist, soll zuerst Uriah Heep selbst zu Wort kommen: Zitat aus den Linernotes der LP "Salisbury", auf der "Lady in Black" 1971 erschien: "Lady in Black, written early in November in Bradford, was inspired by the vision of an unknown girl." Genaueres lässt sich von offizieller Seite nicht erfahren.
Doch stößt man bei der Recherche im Internet oder anderen Pulikationen auf mögliche Inspirationsquellen. So wird aus dem englischen Cheltenham berichtet, dass zwischen 1882 und 1889 zwanzig Menschen eine mysteriöse "Lady in Black" gesehen hätten, die stets übereinstimmend beschrieben wurde.
Auch in die Kategorie der übersinnlichen Erscheinungen gehört die Geschichte, die aus dem amerikanischen Bundesstaat Texas erzählt wird. Die Lady in Black war demzufolge die Frau eines spanischen Gutsbesitzers, die, des Ehebruchs beschuldigt, an einem Baum gehängt wurde und seitdem die Gegend dort heimsucht. Wer diese Erscheinung selbst erleben will, dem sei der Highway 281 bei Alice, Texas empfohlen, wo Lastwagenfahrer sie schon des öfteren gesehen haben wollen.
Das einzige was hier sicher ist, ist die Herkunft des Bandnamens der Gruppe Uriah Heep. Der wurde dem Roman "David Copperfield" des viktorianischen englischen Schriftstellers Charles Dickens entnommen.


© 2002 by Jochen Scheytt

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