Debussy
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Debussy

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Titel
Gigues Gigue
Iberia Iberia
I. Par les rues et par les chemins I. Auf Straßen und Wegen
II. Les parfums de la nuit II. Düfte der Nacht
III. Le matin d'un jour de fête III. Der Morgen eines Festtags
Rondes de printemps Frühlingsreigen
Entstehung und Uraufführung
Den Images, wie wir sie heute kennen, ging ein langer und durch ständige Umarbeitungen und Verzögerungen geprägter Entstehungsprozess voraus. Nachdem Debussy das Werk seinem Verleger Durand schon für 1906 angekündigt hatte, dauerte es dann doch bis zum Dezember 1908 bis Iberia fertig war. Iberia wurde am 2.3.1910 zusammen mit dem 1909 beendeten Rondes de printemps uraufgeführt. Der ganze Zyklus erklang zum ersten Mal am 5.6.1913.
Bemerkenswerte Sätze anlässlich der Uraufführung der Images: "Wirkliche Bilder, wo sich der Musiker bemüht, für das Ohr die Eindrücke des Auges zu übersetzen; er beeilt sich, die beiden Arten von Sinneseindrücken zu verschmelzen, um sie zu intensivieren; die Melodie mit ihren unendlich vielen Rhythmen entspricht den vielfältigen Strichen einer Zeichnung, das Orchester ist eine große Palette, zu der jedes Instrument seine Farbe liefert. Wie sich der Maler an Gegenüberstellungen von Farbtönen, am Spiel von Schatten und Licht freut, so freut sich der Musiker am Zusammenprall von unvorhersehbaren Dissonanzen, an der Mischung von seltenen Klangfarben; er will das, was er zu Gehör bringt, sichtbar mischen, und die Feder zwischen seinen Fingern wird ein Pinsel. Das ist ein musikalischer Impressionismus von besonderer Nuance und seltener Qualität."
Inhalt
Inhaltlich ist "Gigues" in England angesiedelt und verarbeitet englische Folklore. Das dreisätzig angelegte "Iberia" verströmt spanisches Kolorit und "Rondes de printemps" liegt das französische Rondeaux zugrunde. Diese Bezüge werden aber durch rhythmische Komplexität wie polyphone Strukturen und ungerade (z.B. 15/8) und ständig wechselnde Taktarten verschleiert.

 
©2000 by Jochen Scheytt
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