| Entstehung |
- 1892 begonnen, geplant als Vorspiel zu einem dreisätzigen Orchesterwerk
- 12. Dezember 1894 Uraufführung in Paris durch Gustave Doret
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| Dieses zehn Minuten dauernde Orchesterstück wird heute allgemein als
Debussys erstes Meisterwerk angesehen. Es basiert auf dem gleichnamigen Gedicht von Stéphane
Mallarmé. |
| Inhalt |
| Der Inhalt des Gedichts lässt sich wie folgt wiedergeben: Faun, ein antiker
Fruchtbarkeitsgott, erwacht an einem schwülen Nachmittag aus einem sinnenfrohen Traum. Unter
dem Zauber seiner Syrinx (Panflöte) überlässt er sich der berauschenden Erinnerung
an die schönen Nymphen, die seine Begierden erregt haben. Dann lässt ihn die Sonnenglut erneut
in tiefen Schlaf versinken.(1) |
| Das Prélude strebt keine inhaltliche Vertonung des Gedichts an, sondern ist eher
eine atmosphärische Traumvision, die die Stimmung des heißen Nachmittags beschreiben soll. |
| Musikalische Gestaltung |
| Das Prélude à l'après-midi d'un Faune beginnt mit einem
Motiv der Soloflöte. |
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| Das Motiv beginnt auf einem ausgehaltenen cis, bevor es in chromatischer Linie zum
einen Tritonus tiefer gelegenen g absteigt. In Ganztonschritten und einem abschließenden
Halbtonschritt steigt es wieder zum cis an, um dann wiederholt zu werden. |
| Höchst interessant und typisch impressionistisch ist der komplexe Rhythmus, der
durch Überbindungen und
schnelle Folgen von Sechzehnteln und Sechzehnteltriolen kein Taktgefühl aufkommen
lässt, sondern dies bewußt verschleiert. |
| Ballettversion |
| Das Prélude à l'après-midi d'un Faune wurde am 19. Mai 1912
im Pariser Théàtre du Châtelet in einer Ballettversion von den Ballets Russes
aufgeführt. Die Choreographie stammte von Vaslaw Nijinsky, der auch den Faun tanzte, und zusammen mit Lydia
Nelidova auftrat. |
1912: Vaslaw Nijinsky als Faun, Lydia Nelidova als Nymphe |
(1) Prinz Ulrich et alii, Musik um uns, Sekundarstufe II. Schroedel Hannover, 1996, S. 40.
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