Debussy
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Debussy

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darin:
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La fille aux cheveux de lin
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Préludes II
darin:
La puerta del vino
Général Lavine - excentric

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"Beschwörung der verklungenen alten Zeiten höfischer Galanterie mit raffinierten Mitteln einer neuen Musik, und zugleich eine Reverenz vor den Clavecinisten des 17. Jahrhunderts, die Debussy später immer wieder als wahre Vorbilder für die französische Musik preist."
Strobel
Entstehung
Die Entstehungsgeschichte ist ungewiss, wahrscheinlich sind die vier Stücke um 1890 entstanden.

Ursprünglich geplant als
 



Prélude
Menuett
Promenade sentimentale
Pavane

Erschienen 1905 mit den Stücken
 



Prélude
Menuett
Clair de Lune
Passepied
Es ist heute nicht mehr sicher feststellbar, inwieweit Debussy hierbei alte Klavierstücke bearbeitet oder durch neue ersetzt hat.
Elemente
  • Verwendung alter Suitenformen in Verbindung mit neuer Harmonik (Einfluss der Clavecinisten)
  • viele kirchentonartliche und alte harmonische Wendungen
Prélude
  • klassische Kadenzen mit zum Teil altertümlichen Schlusswendungen, aber auch reicher Gebrauch von Sept- und Nonakkorden
  • ab T. 44 ausgeprägter Gebrauch der repetierenden Taktmotivik, Wiederholungen zum Teil auf anderen Tonstufen
Das Prélude als pdf-File.
Menuett
  • freie Reihungsform
Das Menuett als pdf-File.
Clair de lune
trägt den Titel eines Gedichts aus Paul Verlaines "Fetes galantes". Debussy hat dieses Gedicht als Lied vertont und es ist anzunehmen, dass er es auch als Anregung zur Klavierversion verwendet hat. Es ist auch wahrscheinlich, dass der Titel der Suite vom Zitat in der zweiten Zeile "masques et bergamasques" angeregt wurde.

Clair de lune

Votre âme est un paysage choisi
Que vont charmants masques et bergamasques
Jouant du luth et dansant et quasi
Tristes sous leurs déguisements fantasques.

Tout en chantant sur le mode mineur
L'amour vainqueur et la vie opportune
Ils n'ont pas l'air de croire à leur bonheur
Et leur chanson se mêle au clair de lune,

Au calme clair de lune triste et beau,
Qui fait rêver les oiseaux dans les arbres
Et sangloter d'extase les jets d'eau,
Les grands jets d'eau sveltes parmi les marbres.

Das Gedicht in Original und deutscher Übersetzung

  • Form: A B A' Coda. A' wie verklingend gegenüber A.
  • relativ konventionelle romantische Harmonik

"Clair de Lune" ist wohl das berühmteste Klavierstück Debussys. Obwohl es noch in der Harmonik der Romantik geschrieben ist, sind schon viele wesentliche Elemente vorhanden, die für Debussys Stil charakteristisch werden sollten. Das ist zum einen die Tonart, Des-Dur, wie Ges-Dur  eine Tonart, die für Debussy Wärme darstellt (vgl. "La fille aux cheveux de lin") und die er vornehmlich für langsame, zarte,  poetische Stücke verwendet. Charakteristisch sind auch der rhythmisch unbestimmte Beginn und die immer neue Harmonisierung des Themas, quasi Belichtungswechsel wie in der Malerei (vgl. "Lent" aus den Images oubliées.)
Claire de lune als pdf-File.
Passepied
  • Form: A B A' Coda
  • Verwendung regelmäßiger Achttakter
  • starke motivische Beziehungen zwischen dem Thema und anderen Abschnitten
  • kennzeichnend: durchlaufende Achtelbewegung
Passepied als pdf-File.
Den ganzen Zyklus gibt es hier als mp3 anzuhören und als pdf mitzulesen.

 
©2000 by Jochen Scheytt
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