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Die Insel Kythera, die in der Südägäis liegt, ist in der griechischen Mythologie
die Insel,die Aphrodite (oder Venus) nach ihrer Geburt auf dem Meer zuerst betritt. Sie wird als
"Land des ewigen Frühlings, des glückhaften Lebens"(1) oder als
"Insel der Sirenen, ein Zaubereiland, wo ewiger Frühling herrscht, wo das Leben nur aus Freuden
besteht und alles Weinen ein Jauchzen ist (sic!)"(2) beschrieben.
Debussy schrieb das virtuose und technisch sehr schwere Stück schon 1903. Im Sommer 1904
arbeitete er es bei einem Aufenthalt in Jersey jedoch völlig um. Es wird daher immer wieder in
Verbindung mit seiner damals begonnenen Beziehung zur Bankiersfrau Emma Bardac gebracht,
mit der er aus Paris auf die zu England gehörende Insel Jersey geflohen war.
Im selben Jahr 1904 noch wurde "L'isle joyeuse" bei Durand veröffentlicht. Es ist bei Pianisten vor
allem aufgrund seines wirkungsvollen Schlusses beliebt.
Auffallend ist, dass Debussy im Titel statt des französischen Wortes "île" die Schreibweise "isle"
verwendet. Es handelt sich dabei um eine alte französische Schreibweise, die wohl im historisierenden
Sinne eine Anspielung auf Jean-Antoine Watteau darstellt.
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