Debussy
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Debussy

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Préludes II
darin:
La puerta del vino
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Lent (mélancholique et doux)

Langsam (melancholisch und zart)
Dans le mouvement d'une Sarabande, c'est-à-dire avec une élégance grâve et lente, même un peu vieux portrait, souvenir de Louve, etc.
Im Tempo einer Sarabande, d.h. mit einer schweren und langsamen Eleganz, gleich einem altertümlichen Portrait, Erinnerung an den Louvre
Quelques aspects de "Nous n'irons plus au bois" parce qui'il fait un temps unsupportable
Verschiedene Versionen von "Wir gehen nicht mehr in den Wald", weil so schlechtes Wetter ist
Debussy schrieb die "Images" im Winter 1894 und widmete sie Yvonne Lerolle. 1896 wurde jedoch nur das zweite Stück, die Sarabande, als Teil von Pour le piano veröffentlicht. Hierbei kündigte Debussy die Veröffentlichung der anderen beiden Stücke als "Images" an. Dazu kam es jedoch nie und das Autograph kam über Yvonne Lerolle in den Besitz des franzöischen Pianisten Alfred Cortot. Erst 1977 erschienen die drei Stücke als "Images oubliées".
Die Stücke sind Vorläufer der Suite "Pour le piano", an denen Debussy seine klanglichen, harmonischen und formalen Neuerungen ausprobiert. Sicherlich mit aus diesem Grund fand er die Stücke nicht veröffentlichenswert. Er selber schreibt dazu:
"Diese Stücke würden schlecht in die "salons brillaments illumines" passen, wo sich die Leute, die keine Musik mögen, gewöhnlich treffen. Sie sind Gespräche zwischen dem Klavier und einem selbst. Es ist weiterhin nicht verboten, ihnen seine Gefühle an schönen Regentagen zuzuwenden."
Lent
Neue Mittel,die Debussy hier verwendet, sind
  • parallel geführte Akkorde,
  • Ganztonleiterakkordik, die sich auch über mehrere Takte hinweg erstreckt und
  • verschiedene Harmonisierungen des Themas bei jedem neuen Auftreten (am Anfang noch einstimmig). Dadurch ergibt sich jedesmal sozusagen eine neue Beleuchtung des Themas. Dies hat Parallelen in der Malerei. Monets Bilderserien, z.B. die Seerosen oder Heuschober, zeigen stets das gleiche Motiv in neuen, momentartig aufgenommenen Beleuchtungen. Ein ähnliches Verfahren wandte Debussy auch beim "Prélude à l'apres-midi d'un Faune" an, bei dem aber nicht nur die veränderte Harmonisierung, sondern auch die Instrumentation zu diesem Effekt beiträgt.
Souvenir du Louvre
Dies ist die erste Fassung der Sarabande aus "Pour le piano". Es gibt zahlreiche kleine Änderungen der späteren Version gegenüber dieser, so zum Beispiel in der Harmonisierung, Phrasierung, Dynamik oder Stimmführung. Die einzige große Änderung beschränkt sich auf die Schlusstakte.
Quelques aspects de...
Debussy verwendet hier das gleiche Kinderlied wie bei "Jardins sous la pluie" aus den Estampes. Wie dort ist auch hier die durchlaufende Sechzehntelbewegung charakteristisch. Andere Elemente, die später typisch für Debussys Stil werden sollen, sind die Reihung verschiedener rhythmisch und harmonisch unterschiedlicher Felder und das Fehlen einer eigentlichen Haupttonart.

 
©2000 by Jochen Scheytt
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