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| Impressionismus |
| Der Impressionismus wurde nach Claude Monets Gemälde "Impression, soleil levant" benannt, das 1874 bei
einer Ausstellung von achtzehn jungen Malern im Atelier des Fotografen Nadar in Paris gezeigt wurde. Der Kritiker Louis Leroy
prägte bei der Besprechung der Ausstellung den Begriff der "Impressionisten". Dies war eigentlich als Schimpfwort
gedacht, setzte sich aber schon bald als Bezeichnung für die Maler und ihre Stilrichtung durch.
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| Wichtige Vertreter |
Die wichtigsten Vertreter bei der ersten impressionistischen Ausstellung waren:
- Claude Monet (1840-1926)
- Auguste Renoir (1841-1919)
- Edgar Degas (1834-1917)
- Camille Pissarro (1830-1903)
- Paul Cézanne (1839-1906)
- Alfred Sisley (1839-1899)
- Berthe Morisot (1841-1895)
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| Ihnen allen war gemeinsam, dass sie sich bewusst von den bis dato geltenden Lehrmeinungen absetzten.
Sie lösten sich von der gängigen Ateliermalerei und stellten den Alltag in Paris und der Umgebung,
das Treiben auf den Boulevards, das Leben in den Vergnügungspalästen, die Stahlkonstruktionen der Bahnhöfe
oder die Natur bei Ausflügen
vor die Tore der Stadt dar. Dabei malten sie meist im Freien (en plein air) und stellten die Landschaften oder Gegenstände im
Übergangszustand des Lichts dar, zum Beispiel bei Sonnenauf- oder untergang, bei flimmernder Luft im heißen
Sommer oder im Mondschein. Um die schnell vorübergehenden Lichteffekte einfangen zu können, mussten sie sehr
schnell malen, was die in groben Strichen aufgebrachte Farbe und unklaren Konturen der impressionistischen Bilder erklärt.
Außerdem setzten sie den dunklen Farben der Atelier-Malerei ihre hellen und zarten Pastellfarben entgegen.
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| Weitere typische Merkmale für die impressionistische Malerei |
- Verzicht auf realistische Darstellung
- verschwommene Farben, die ineinander übergehen
- keine feste und klare Linienführung, keine Details
- Verzicht auf Perspektive
- helle und zarte Farben, Eindruck eines Schleiers, der über dem Bild liegt
- Spiel mit Licht- und Farbreflexen
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Ziel war also kein genaues Abbild des Originals, sondern der Eindruck, die
Impression, die das gemalte Objekt in diesem Moment unter bestimmten Lichtverhältnissen
bot. Durch diese Lösung vom Gegenstänzdlichen legten sie den allerersten Grundstein für die Entwicklung der
modernen abstrakten Kunst. |
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Bei vielen Zeitgenossen stießen die Bilder im neuen Stil wegen des starken Bruchs mit der Tradition nicht
unbedingt auf Verständnis, wie der folgende Auszug aus der Rezension der zweiten Ausstellung der Impressionisten 1876 zeigt. |
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"Neues Unheil ist über die Rue Peletier hereingebrochen. Fünf
oder sechs Verrückte, darunter eine Frau, haben, von Ehrgeiz verblendet,
hier ihre Werke ausgestellt, Viele Besucher bekommen vor diesen Machwerken
Lachkrämpfe. Mir zieht es bei ihrem Anblick das Herz zusammen. Diese
sogenannte Künstler bezeichnen sich als Umstürzler und Impressionisten.
Sie nehmen Leinwand, Farbe, Pinsel, setzen, je nach Lust und Laune, einige
Töne nebeneinander und glauben, sie hätten schon etwas Großes
geleistet. Das Ganze erinnert an Ville Evrard (Name einer Irrenanstalt),
wo die verwirrten Patienten Steine aufheben und sich einbilden, sie hätten
Diamanten gefunden. [...] Wie soll man Pisarro erklären, dass Bäume
nicht violett sind und der Himmel nicht die Farbe frischer Butter hat,
dass die von ihm gemalten Dinge in keinem Land zu sehen sind und kein intelligenter
Mensch derartige Verwirrungen akzeptieren kann. Verlorene Mühe."
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| Links |
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Einen virtuellen Rundgang durch die erste Ausstellung der Impressionisten im Jahr 1874 kann man
unter der Adresse
Mark Harden's Artchive - The First Impressionistic Exhibition unternehmen.
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