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Nicht alle großen Pianisten haben sich an die Aufgabe herangewagt, Debussys
Klavierwerke aufzunehmen. Die Anforderungen in klanglicher Hinsicht sind hoch und nicht jedem
liegt das differenzierte, nuancierte Spiel, das für eine Interpretation Debussyscher
Werke notwendig ist.
Während die meisten Menschen kaum interpretatorische Unterschiede zwischen den verschiedenen
Aufnahmen erkennen werden, sind die Unterschiede in aufnahmetechnischer Hinsicht deutlich hörbar.
Vor allem die
in den 40er bis 60er Jahren gemachten Aufnahmen, die oft recht preisgünstig sind, können
mit heutigen Standards nicht mehr mithalten. Diese Einspielungen haben vor allem historischen Wert.
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Walter Gieseking: Préludes, Livres I & II, EMI Electrola
Walter Gieseking war einer der führenden Pianisten in der ersten Hälfte
des 20. Jahrhunderts. Berühmt ist er für seinen Ausspruch: "Technische Übungen mache ich
nie, ich halte dies überhaupt für fast gänzlich überflüssig." Seine
Einspielung der beiden Bände der Préludes aus den Jahren 1953, bzw. 1955 entstand
kurz vor seinem Tod und wurde als richtungsweisend angesehen. Klanglich muss man deutliche
Abstriche gegenüber neuen Einspielungen machen. |
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Arturo Benedetti Michelangeli: Préludes, Band I & II, Deutsche Grammophon
Legendär ist diese Einspielung, die in den Achtziger Jahren entstand. Der
italienische Pianist, der sich durch seine Unberechenbarkeit und seinen Perfektionismus einen Namen
machte, glänzt hier mit klanglich äußerst differenziertem Spiel. |
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Michel Béroff: The Complete Solo Piano Works, Denon
Eine im Laufe der letzten Jahre entstehende Kompletteinspielung sämtlicher
Solowerke für Klavier in mehreren Volumes, die sowohl klanglich als auch musikalisch überzeugt. Rundum
empfehlenswert! |
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Mitsuko Uchida: Douze Etudes, Philips
Mitsuko Uchida, eine japanische Pianistin, überzeugt durchaus mit
ihrer Interpretation der technisch enorm schwierigen Etudes. |
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Alexis Weissenberg: Debussy Piano Works - Masters, Deutsche Grammophon
Diese Einspielung von Alexis Weissenberg bietet komplette Aufnahmen der
Estampes, Suite bergamasque und den sechs Stücken aus Children's Corner. Neben den Einzelstücken
L'isle joyeuse und La plus que lent gibt es jeweils ein Stück aus den Etudes und den Préludes Band I.
Die Auswahl der Stücke erscheint etwas willkürlich, das Ergebnis ist trotzdem hörenswert. |
Die Liste der aufgefürten Aufnahmen ist natürlich bei weitem nicht vollständig.
Die Auswahl ist rein subjektiv.
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| Ausführliche CD-Kritiken, auch zu vielen CDs mit Klavierwerken, finden
sich bei der Zeitschrift
www.rondomagazin.de.
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